Wir alle wünschen uns, erfolgreich in dem zu sein, was uns interessiert und wofür unser Herz schlägt. Das kann beruflich sein, im Sport, oder darin z.B. eine Sprache zu lernen, ein Musikinstrument gut zu spielen usw.

Dann sind wir anfangs euphorisch und stellen uns vor, wie wir im Urlaub mit unserer erlernten Sprache uns unterhalten können, unseren Liebsten ein schönes Musikstück vorzutragen, oder mit unserem gestählten Körper zu beeindrucken.

Wir streben nach Anerkennung und Bestätigung, auch vor uns selbst.
Die Meisten von uns gehen davon aus, dass Erfolg eine steile Kurve nach oben darstellt.

Von den Medien wird uns gerne suggeriert, dass es möglich ist, schnell erfolgreich zu werden. Aber wenn wir uns Beispiele wie, Deutschland sucht den Superstar oder ähnliche Sendungen ansieht, kann man erkennen, dass diese Erfolgskurve, die so steil nach oben geht, meist eine Rutschbahn nach unten ist. Es war nur ein Moment des Erfolges, der keine Substanz hatte. Denn Erfolg bedeutet Arbeit, am Ball bleiben, viel Übung, Training, Supervision und Unterweisung.

Die Kurve des Erfolges / der Meisterschaft, stellt sich nach George Leonard so dar

Wenn wir mit etwas beginnen, fangen wir mit dem Lernen und Training an – dann gibt es eine leichte Erfolgskurve nach oben, sagt George Leonard, dann sinkt diese wieder ein bisschen ab und bildet ein Plateau.

Wir erarbeiten uns das Plateau mit dem neu erlernten, dem Training, neuem Input. So bleiben wir am Ball. Indem wir uns weiter fortbilden, lernen, austauschen, uns einen Plan erstellen, wie wir uns unserem Ziel nähern können.

Wir bewegen uns langsam von einem Plateau auf das nächste Plateau. So sieht nach George Leonard, die Erfolgskurve aus. Wenn wir uns ein Plateau erarbeitet haben, können wir auch nicht so tief fallen. Wir stehen fest auf dem Fundament, dass wir uns geschaffen haben.

George Leonard unterscheidet die 3 Typen, die sich auf den Weg zum Erfolg machen, aber den Weg des Meisters ablehnen. In all den Typen kann man sich wiederfinden.

Typ 1 ist der Dilettant

Er entscheidet sich gegen den Weg des Meisters. Er ist euphorisch, begeistert von seiner neuen Idee und will diese gleich in die Tat umsetzen. Das kann beruflich sein, sportlich etc. Er erzählt schon allen, was er vor hat. Er fängt begeistert an, sein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Er übt ein bisschen, verliert schnell die Lust weiter zu machen. Er will gleich nach oben, bleibt nicht am Ball und stürzt dann auch gleich nach dem ersten Plateau wieder ab. Er hat immer eine Ausrede parat, warum das jetzt doch nichts geworden ist und lässt dann sein Vorhaben bleiben.

Typ 2 – Der Fanatiker

Er ist begeistert und will so schnell, wie möglich erfolgreich sein. Er kauft sich die beste Profiausrüstung, übt, strampelt, macht und tut. Er kann auch Fortschritte verbuchen. Wenn seine Erfolgskurve jedoch einen leichten Abfall zeigt, verdoppelt er seine Anstrengungen. Er übt, strampelt weiter, tut alles bis zur Erschöpfung, will aber nicht auf sein Plateau aufbauen. Er will sofort seine Erfolge verbuchen und wenn er diese nicht in einer kurzen Zeit erreichen kann, verlässt er sein Plateau und gibt auf.

Typ 3 – Der Phlegmatiker
Er schafft sich ein Plateau und bleibt auf diesem Plateau. Er baut aber nicht weiter darauf auf, sondern bleibt immer auf dem ersten Plateau. Er bildet sich nicht weiter, wird sich in seinem gewählten Bereich nicht oder kaum weiterbilden oder weiter entwickeln. Das Plateau reicht für ihn aus.

Wahrscheinlich haben wir alle Lebensbereiche in denen wir Dilettanten, Fanatiker oder Phlegmatiker sind. Und dann gibt es wieder Bereiche, in denen wir Meister sein wollen.
Das Gute im Schlechten: man kann es doch auch viel mehr genießen und schätzen, wenn man für etwas kämpfen musste und weiß, was es für Schweiß, Zeit, Fleiß gekostet hat, sein Ziel zu erreichen. Wenn es zu einfach wäre, würde uns vielleicht auch schnell langweilig werden und die Motivation verloren gehen.

Also: Bildet Euer Plateau, entwickelt Euch weiter, werdet kreativ und glaubt daran, dass Ihr es schaffen werdet. Werdet Meister!

Allgemeines Fazit und Resümee:

Das Buch von George Leonard ist sehr empfehlenswert. In Durststrecken, ein wertvoller Helfer und Begleiter. Es macht Mut weiter zu machen.